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Beschreibung & Würdigung

Auf einem nach Nordosten gerichteten Sporn des Rappelsberges zwischen seinem Steilabfall zur Bigge und einem tiefen Seitental ist die Burg angelegt. Jenseits einer sanften Einsattelung, über die die „Heidenstraße“ von Attendorn her in den eigentlichen Bergzug verlief, ist der Sporn als steiles Felsmassiv herauspräpariert. Die Anlage selbst zeigt heute drei Abschnitte:

 

Im Südwesten auf dem Anlauf des Sporns sitzend das ausgedehnte Vorwerk, überragt von der mächtigen Wand des eigentlichen Vorburg-Hauptflügels. Zusammen mit einem rechtwinklig anstoßenden langen Seitenflügel auf der Südostseite fasst er den nach Norden stark steigenden Vorburghof ein. Von hier aus gesehen erhebt sich jenseits eines tiefen künstlich geschaffenen Halsgrabens auf einem Felsklotz die Masse der Oberburg. In dem Taleinschnitt östlich und südlich des Schlossberges speist ein Bach eine Kette von Fischteichen, deren Anlage schon auf das 17. Jahrhundert zurückgeht.

 

Alte Gartenentwürfe lassen erkennen, dass zu Ende des 17. Jahrhunderts reguläre Gärten auf der tiefer gelegenen Spornspitze nördlich der Oberburg und auf dem Sattel südwestlich des Vorwerks angelegt gewesen sind. Rechnet man den großen 1680-98 geschaffenen Tiergarten hinzu, so wird deutlich, wie Schloss und Umgebung als eine von Menschen bewusst geordnete Welt inmitten des „wilden“ Waldgebirges aufgefasst worden sind. Durch die Vernachlässigung im 19. Jahrhundert hat der Wald die Gärten zu großen Teilen zurückerobert.

 

Der sehr unregelmäßige Grundriss der Oberburg läst einigermaßen deutlich die beiden mittelalterlichen Burgmannshäuser erkennen, die auf der Nordwest- und Südostseite gegenüber gelegen haben. Ein drittes kleineres altes Steinhaus zeichnet sich im Grundriss des Südwestflügels hinter dem großen Pavillonturm ab. Der schmale rückwärtige Nordostflügel scheint Wirtschaftszwecken gedient zu haben. Ein nördlich außen angesetzter heute stark erneuerter Rundturm diente der Verteidigung der Burgrückseite und barg gleichzeitig einen Brunnen. Die südwestliche Brücken- oder Schaufront ist mehrmals umgebaut und außerdem offenbar vorgeschoben worden, denn der Torturm sitzt heute hinter dem Flügel.

 

Alle diese Bauteile schließen einen engen Burghof ein. Das überall verwendete Baumaterial harter Schiefer und Grauwacke  lässt keine Zierformen zu. Daher sind Einzelheiten nicht näher datierbar. Der Torturm ist auf Grund des Kreuzgratgewölbes über der Durchfahrt und des Kreuzrippengewölbes über der Kapelle sicher noch mittelalterlich, vermutlich aus dem Ende des 13. Jahrhunderts, während das Kapellengewölbe wohl erst im späten 15. Jahrhundert eingezogen worden ist. Die meisten Fenster zeigen mit ihren Stempfosten altertümliche Formen und sind Zeugen des großen Umbaues unter Caspar v. Fürstenberg. Eines von ihnen am linken Flügel trägt sein Ehewappen und ist 1597 datiert.

 

Die breite, der Vorburg zugewandte Torfront besitzt auf der Südecke einen Rundturm unbestimmbaren Alters, der, wahrscheinlich im 18. Jahrhundert, um zwei Geschosse niedriger gemacht worden ist, und jetzt unter einem merkwürdigen Schleppkegeldach sitzt. Ganz anders der selbständige Baublock des viergeschossigen mächtigen Pavillonturmes auf der Westecke. Er ist von einer prächtigen welschen Haube gedeckt, ein charaktervolles Werk mit allen Kennzeichen des westfälischen Frühbarock, der im Auftrag des Freiherrn Ferdinand v. Fürstenberg und seiner Gemahlin Maria Theresia v. Westphalen entstand.

 

Dieser 1686 errichtete Bau verrät die planende Hand eines großen Architekten. dem auch die großen Stempfostenfenster der eigentlichen Baufront zuzuschreiben sind. Mittelpunkt und Schaustück des Ganzen ist aber das vortreffliche Werksteinportal des Haupteingangs in der Mitte. Dem in zwei Schichten aufgebauten rustizierten Gewände sind außerdem ebensolche Pilaster vorgelegt, die ein gesprengtes Gebälk tragen. Gewände und Rundbogen erzeugen durch ihre wohlüberlegte Großformigkeit den Eindruck des wehrhaften Zugangs. Reich verziert ist dagegen der Sprenggiebel mit dem symmetrisch von Löwen gehaltenen Wappen des Bauherrn, gekrönt von den Zeichen der Reichsunmittelbarkeit, dem kaiserlichen Doppeladler mit der Reichskrone.

 

Vor der Steinbrücke über den Halsgraben bildet ein hervorragend geschmiedeter eiserner Torbogen aus der Hand des Schlossermeisters Johannes Schröder aus Olpe den Auftakt des Schlosszugangs, begleitet von ebenso schönen Eisengeländern. Dieser Schmuck von 1690 hebt sich mit wohlüberlegter Absicht von der sonoren Portalarchitektur ab. Die Baufront ist vermutlich unvollendet geblieben. Man darf annehmen, dass anstelle des Rundturms auf der Südecke ein zweiter entsprechender Pavillonturm geplant gewesen ist.

 

Geschichte - Kapelle - Burg Schnellenberg - Burghotel - Restaurant - Ausflugsziel Attendorn

Am Gewölbe der Tordurchfahrt prangt eine emblematische gemalte Darstellung eines großen doppelköpfigen Reichsadlers mit den Wappen des Caspar v. Fürstenberg und seiner ersten Frau Elisabeth v. Spiegel in den Fängen. Die Darstellung, die in den beigegebenen Inschriften auf Schutz und Gastfreundschaft der reichsritterlichen Burg verweist, muss zu den ersten Neugestaltungen nach 1595 in Schnellenberg gehören.

Ein einziger, noch fast unversehrt aus dieser Zeit stammender Innenraum, ist die dem hl. Georg geweihte Schlosskapelle im Obergeschoß des Torturms. Der sehr kleine Raum ist mit einer erstaunlichen Opulenz ausgestattet. Der Altar vor einem Fenster wird von zwei Ehrensitzen flankiert. Rechts der Thronsitz des Fürstbischofs Dietrich v. Fürstenberg vor einer Wandnischenarchitektur und links der Chorstuhl seines Bruders, des Schlossherrn Caspar v. Fürstenberg, unter einem Baldachin. In den hinteren Raumecken zwei weitere schlichtere Chorstühle, von denen einer für die Schlossherrin bestimmt war. Die Wand gegenüber dem Altar öffnet sich in einer reichen Türarchitektur mit dem heute vermauerten Durchgang zum Kapellenzimmer, das einst somit, ebenfalls reich ausgestattet, bei geöffneten Türen zur Kapelle hinzugenommen werden konnte.

 

In der Kapelle gibt es außerdem auf zwei Seiten eine Empore mit geschlossener Brüstung. Außerdem Altar und dem fürstbischöflichen Thronsitz, die aus Marmor und Alabaster sind, besteht die übrige Ausstattung aus reich geschnitztem Holzwerk. Mehrere Weichholzarten sind zu einem unwahrscheinlich subtilen manieristischen Formgebilde zusammengesetzt, das, unbemalt, mit sieben gemalten Feldern in der Emporenbrüstung einen köstlich zarten Farbakkord bietet. Kräftiger in den Farben sind die bunten Marmorarten und der weiße Alabaster in Altar und Thron (1599).

 

Die Retabelreliefs des Altars stellen die Jünger zu Emmaus, das Abendmahl und das Opfer des Melchisedek, in der Mitte darüber den Drachenkampf des hl. Georg dar. Ein Kruzifix mit schönem Alabasterkorpus krönt das vorzügliche Werk. Der Bischofsthron hat vor einer Sitznische aus Andernacher Stein eine etwas später vorgesetzte Säulenstellung mit Architrav aus schwarzem und rotem Marmor. Darüber sitzt ein prächtiges Alabastermedaillon mit dem fürstbischöflichen Wappen. Die Betbank besteht aus roten Sinterplatten mit einer Stiftungsinschrift, eingefasst von Hermenpfeilern.

 

Im Gegensatz dazu ist der Chorstuhl gegenüber - wie auch die übrige aber erst 1608 gelieferte Holzaustattung der Kapelle - aus kostbaren Intarsien aufgebaut. Die Rückwand besitzt in der Mitte ein Bogenfeld mit einem virtuos aus bunten Hölzern eingelegten Blumenstrauß, flankiert von Statuetten der Caritas und Fides. Oben im Beschlagwerk-Aufsatz das Fürstenbergische Familienwappen. Die sieben gemalten Felder an der Emporenbrüstung stellen Engelsgestalten mit den Leidenswerkzeugen Christi dar. Rings um den Raum zieht sich ein gemaltes Paneel mit Arabesken und Blumenteppich. Das Gewölbe ist als offener Himmel dargestellt (1600) Auf Wolkenringen thronen die Apostel, unter ihnen die Gestalt des Bauherrn, dann die Propheten und Herrscher des Alten Bundes und in der Mitte fern die unzählbare Schar der Heiligen und Engel.

 

Die vom Bauherrn aus Frankfurt gerufenen Künstler, der Bildhauer Johann Hocheisen für die Steinarbeiten und der Kleinschnitzler Hans Miltenberger für die Intarsien Holzausstattung, haben eine sonst nirgendwo in Westfalen vorhandene einzigartige Ausstattung des Manierismus zusammen mit dem Maler Augustin Jodefeld aus Paderborn geschaffen. Zahlreiche Inschriften, Sprüche aus dem Alten Testament, bezeugen die innige Frömmigkeit der Auftraggeberfamilie. Der im Nordwestflügel des Schlosses im Obergeschoß gelegene große Saal besitzt aus der Zeit Caspars v. Fürstenberg nur noch den Rest eines großen Prunkkamins aus Sandstein.

 

Zwei virtuos durchgebildete Hermen tragen den Sturz, auf dem heute einsam die Figur der Göttin Juno steht. Ursprünglich war ein Aufsatzmedaillon mit der Darstellung des Orpheus unter den Tieren vorhanden, flankiert von Löwengestalten mit den Wappen v. Fürstenberg v. Spiegel. Auf den Seiten standen die Göttinnen Minerva und Juno.

 

Es ist das Verdienst von Fritz Arens, den Künstler dieses Werks ermittelt zu haben: der Bildhauer Gerhard Wolff aus Mainz hat den Auftrag dazu 1601 bekommen. Auch im Südostflügel ist ein kulturgeschichtlich interessanter Ausstattungsrest aus der Zeit zwischen 1595-1600 erhalten. Im Obergeschoß hatten zwei Zimmer die Bezeichnung „Alt-Weib“. Über einer Tür ist auf den Putz gemalt als Surporte die Gestalt einer alten Frau mit Stock und Beutel und eine Inschrift aus dem Buch Hiob des Alten Testaments zu sehen.

 

Der Charakter der meisten Räume in der Oberburg wird jedoch heute durch die Neudekoration um 1700 bestimmt, deren Bauherrschaft Ferdinand v. Fürstenberg und Maria Theresia v. Westphalen waren. Ihr Allianzwappen ist zwischen 1686 und 1718 an vielen Stellen angebracht. Die Innenräume haben Stuckbalkendecken, die immer abwechslungsreich mit Model-Ornamenten verziert sind. Auch das Gewölbe im Pavillonturm, das Treppenhaus neben dem Torturm und viele Fensternischen sind mit Modelstuck geschmückt. Hinzu treten im großen Saal virtuos geschnitzte prachtvolle Türgestelle mit dem genannten Allianzwappen vor dem Reichsadler, alles in schwere Akanthus-Ornamentik eingebettet. Auch sonst sind in der Oberburg noch manche einfachere Türen derselben Zeit erhalten.

 

Geschichte - Gläserschrank - Burg Schnellenberg - Burghotel - Restaurant - Ausflugsziel Attendorn

Gegenüber dem Kamin im großen Saal ist zur Zeit ein herrlich geschnitzter Gläserschrank nebst einem deftigen Figurenaufsatz, Bachus und sein Gefolge, aufgestellt, der außerdem seine komplette Farbfassung im Charakter von Buntmarmor, Schildplatt und Alabaster, alles reich vergoldet, bewahrt hat. Er stammt aus der wandfesten Ausstattung des großen Saals der Adolphsburg. Hier war es der Onkel des Schnellenberger Bauherrn, Johann Adolf v. Fürstenberg, der gleichzeitig dieses Schloss ausstatten ließ.

 

Alle diese profilreichen und stark plastisch aus Eichenholz geschnitzten Prunkstücke, wozu noch viele weitere kommen, die 1902 nach Herdringen verbracht sind, gehören zu den besten und großartigsten Ausstattungen, die damals in ganz Nordwesteuropa entstanden sind. Man darf sie der Bildhauerfamilie Sasse in Attendorn zuweisen, die in einer großen Werkstatt außerdem zahlreiches Kirchenmobiliar ins ganze südliche Westfalen geliefert hat.

 

Den Stilwandel zwischen dem Kamin des Gerhard Wolff um 1601 und der Zeit um 1700 veranschaulicht der andere große Schaukamin im ersten westlichen Saalzimmer. Über einem von Säulen getragenen Marmorsturzrahmen erhebt sich ein Aufsatz aus Stuck in reichem Akanthus-Ornament. Zwei weibliche Gottheiten flankieren eine heute leere Hochovalnische, in der einst ein emblematisches Gemälde gesessen hat. An den Schmalseiten des Aufsatzes sitzen Stuckreliefs, links Chronos raubt die Schönheit und rechts Mercur entführt Aglaia (den Glanz). Alabasterton und reiche Vergoldung der Blumenrahmen und Festons bestimmen auch hier die Farbigkeit. Leider ist der Künstler dieses Stücks nicht bekannt. Insgesamt gesehen geht dieser hochbarocke Dekorationsstil von ungemeiner Schwere und Würde auf niederländisch-französische Vorbilder zurück.

 

Der Hof der Vorburg, architektonisch von den zwei hierseits niedrigen Flügeln des großen Vorburggebäudes gefasst und über eine niedrige Brüstung sich weit nach Nordwesten ins Land öffnend, kommt als Platzraum kaum zur Wirkung, da er gegen die Oberburg stark ansteigt. Der Eingang in das Hotel führt durch ein schönes barockes Tor das vom verfallenen Haus Stirpe bei Erwitte 1958 nach hier versetzt wurde. Auf dem Vorplatz stehen an verschiedenen Stellen steinerne Spolien, es sind Bänke, Sockel und Skulpturen, die anscheinend aus den ehemaligen Gärten um das Schloss stammen.

 

Unerhört monumental ist die Feldseite der Vorburg, die ja eigentlich ein selbständiger Schlossbau ist. Die breite dreigeschossige Front zu elf Fensterachsen wird von zwei ziemlich schlanken fünfgeschossigen Türmen mit gekurvten Helmen flankiert. Das einzige Schmuckstück ist das in großen Formen gehaltene Portal aus einheimischem Marmor. Es ist wegen des Bodenreliefs nach links aus der Mitte verschoben. Ursprünglich besaßen die beiden unteren Geschosse des Bauwerks durchgehend querovale Ochsenaugenfenster, was der Schauseite ein außerordentlich wirkungsvoll verschlossenes Aussehen verlieh. Diese Wirkung musste durch die erforderliche Vergrößerung der Fenster für die moderne Nutzung des Gebäudes leider etwas eingeschränkt werden.

 

Erstaunlich sind im Inneren die weiten dreischiffigen gewölbten Hallenräume auf bunten Marmorsäulen, einst die Marställe des Schlosses, die den verheerenden Brand von 1889 überstanden hatten. Einer dieser Räume birgt heute ein sehr interessantes kulturgeschichtliches Museum; ein anderer ist als Kapelle eingerichtet. Der Altar im Stil des frühen 18. Jahrhunderts stammt aus der leerstehenden unbenutzten Schlosskapelle der Adolphsburg und wurde nach durchgreifender Restaurierung 1981 hier aufgestellt. Die Sandsteineinfassung der Eingangspforte zur Kapelle stammt ebenfalls vom Haus Stirpe. Mehrere andere Räume dienen der Gastronomie des Hotels als stimmungsvolle Gasträume.

 

Auftakt der Schlossanlage ist ein ab 1708 erbautes besonderes Vorwerk, das, von hohen Mauern und zwei niedrigen Ecktürmen eingefasst, vor die Vorburg gelegt ist. Ein vornehm-schlichter Torbogen mit Pförtner-Pavillon gibt Zutritt. Die Zufahrt ist geradlinig auf das Vorburgtor hin zwischen teilweise hohen Mauern geführt. Interessant ist die Verschmelzung altertümlicher Abwehrmittel mit barocken Kunstgriffen im gesamten Vorwerk-Vorburgbereich. Hinzu kommt eine deutlich spürbare theaterhafte Prospektwirkung der drei Teilzonen der Gesamtanlage, die durch das Gelände diktiert, ausschließlich auf die Zugangsseite nach Attendorn hin bezogen ist.

 

Eine andere Schauseite im künstlerischen Sinne gibt es nicht. Vom Biggetal her wirken hauptsächlich neben den hohen Gebäudewänden die beiden Türme des Hauptschlosses malerisch zusammen wobei der mittelalterliche Torturm seine weische Haube seit Anfang unseres Jahrhunderts zugunsten eines schlichten Zeltdachs verloren hat. Durch seinen Ausbau zwischen 1686 und 1708 nimmt das Schloß Schnellenberg eine sehr wichtige Stellung unter den großen barocken Schlossanlagen Westfalens ein. Gehören die Reste der Raumdekorationen mit denen der Adolphsburg schon zu den Spitzenleistungen der Stilstufe um 1700, so ist der manieristische Kapellenraum von 1600 von allergrößter kunst- und kulturgeschichtlicher Bedeutung.

 

Der ab 1949 nach klarer Konzeption durchgeführte Wiederaufbau der gesamten Vorburgruine war der Beginn einer glanzvollen Generalrestaurierung des schönen Schlosses durch die Eigentümer Wenemar Freiherr v. Fürstenberg und nachfolgend dessen Sohn, Engelbert-Eberhard Freiherr v. Fürstenberg. Moderner Ausbau und sachgerechte Restaurierung gingen abschnittsweise Hand in Hand jeweils in Abstimmung mit dem Landeskonservator und wurden 1977 abgeschlossen.

 

Die subtile Instandsetzung der manieristischen St.-Georgs-Kapelle in der Oberburg dauerte von 1976 bis 1980. Die Krönung des Ganzen war die Wiederherstellung der gesamten Oberburg und ihre Einrichtung zum komfortablen Hotel von 1975 bis 1979. Jetzt dient das ganze Schloss, Vorburg und Oberburg, unter der Leitung der Familie Bilsing diesem Zweck.

 

Der große Saal und die Saalzimmer bilden bei Festlichkeiten und Tagungen den repräsentativen Rahmen. Das Burghotel Schnellenberg, das der berühmten Kette "Gast im Schloss" angehört, bietet hohen gastronomischen Komfort und liegt in gepfl egter Waldumgebung, mit vielen Wanderwegen und abwechslungsreichen Erholungsmöglichkeiten im Attendorner Umland.

 

So ist das Schloss heute eine der attraktivsten historischen Stätten im sauerländischen Gebirgsland geworden, ganz im Sinne einer Inschrift, die Caspar v. Fürstenberg schon 1599 am Gewölbe des Torturms anbringen ließ: „Foris non maneat peregrinus / Ostium meum pateat viatori“ (draußen nicht bleibe der Fremdling, meine Tür öffne sich dem Reisenden).